Ein Land und seine Kultur spiegeln sich immer erst durch die verschiedenen Volksgruppen sowie Anhänger religiöser Richtungen wider, denn genau diese Einflüsse sind es, die ein Land im wesentlichen prägen und so das Gesamtbild erstellen. In Afrika sind es viele Volksgruppen, die in den jeweiligen Ländern zu finden sind. Dazu gesellt sich der an sich schon große Bevölkerungsreichtum, der afrikanische Länder auszeichnet.
Kenia zählt insgesamt rund 38 Millionen Einwohner und gehört damit hinsichtlich der Bevölkerungsanzahl auf den Rang 34 der Liste aller Länder der Welt. Die Lebenserwartung der Kenianer liegt bei etwa 57 Jahren, was allerdings auch im Schnitt durch die teilweise schlechte medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten beeinflusst ist.
Die größte Anzahl der Bevölkerung sieht sich selbst als Angehöriger der sogenannten Bantuvölker, die sich aus Kukuyu, Luhya, Kamba und Kisii zusammensetzen. Dabei sind es die Kikuyu, die mit insgesamt 22 Prozent Bevölkerungsanteil Kenias größtes Volk darstellen. Zudem sind einige hamito-nilotische und nilotische Bevölkerungsgruppen anzutreffen, die durch die Kalenjin, Luo, Massai, Samburu und Iteso gebildet werden. Dazu gehören dann noch einige kleinere Völker, wie die el-Molo, Njemps sowie die Rendille, die im Ursprung den Kuschiten angehört haben. Die el-Molo leben am Turkansee und haben insgesamt nur noch rund 1.000 Angehörige aufzuweisen.
Der nordöstliche Teil Kenias wird in der Überzahl von Somali bevölkert. Aber auch einige Europäer sind in Kenia anzutreffen, die eine Minderheit darstellen und noch aus den kolonialen Hintergründen ursprünglich englischer Herkunft sind.