Die Pflanzenwelt (Flora) eines Landes zeigt sich gerade in Afrika für unser Auge als sehr ungewöhnlich. Kein Wunder, schließlich sind hier auch völlig andere klimatische Bedingungen vorherrschend, die letztlich die Flora maßgeblich beeinflussen. Wer sich in Afrika hinsichtlich dieses Themas umschaut, wird feststellen, dass Pflanzenwelt eine ebenso große Vielfalt widerspiegeln, wie es auch das Klima und die geographischen Bedingungen tun.
Kenias Pflanzenwelt zeigt sich richtig vielfältig. Die Küstenwälder weisen Mangroven, Palmen und Teakbäume auf. Dazu gesellen sich die Kopalfichten sowie die Sandelholzbäume. Wer sich in Kenia in die Tiefländer begibt, die sich in einer Höhe von etwa 900 m befinden, findet dort sowohl Affenbrotbäume als auch Euphobien (Wolfsmilchgewächse) als auch Akazien. Die Höhenlagen befinden sich dann in einer Höhe von 900 bis 2.700 Metern und dort sind weitläufige Grasländer, auch als Savanne bekannt, sowie auch vereinzelt Papyrus- und Akazienwälder zu finden, die das Gesamtbild der Savanne auflockern.
Die östlichen und südöstlichen Berghänge des Landes mit ihren dichten Regenwäldern zeigen eine Flora mit den typisch afrikanischen Kampherbäumen sowie den Bambus. Die in einer Höhe von 3.500 Metern liegende sogenannte alpine Vegetationszone bringt dann Pflanzenarten wie das Kreuzkraut oder die Lobelie hervor.
So zeigt sich Kenia in seiner gesamten Pflanzenwelt so vielfältig, wie das gesamte Land ist. Unterschiedliche klimatische Bedingungen, die sich nicht zuletzt auch aus den großen Höhenunterschieden im Land ergeben, bringen eine Vielzahl von Pflanzen hervor, wie sie in Afrika in dieser Fülle nur selten noch einmal anzutreffen ist.